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Montag, 27. April 2009, 01:44

Sterilisation, Durchführung extra schonend für Kampfsportler und Vaterlandsverteidiger, Bergsport, Fallschirmspringer

professionell vorgeplant durch mich, durchgeführt von einem Fachmann

demnächst hier, sicher lesenswert

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Dienstag, 26. Mai 2009, 17:12

Und?

3

Mittwoch, 5. August 2009, 18:41

Vorspiel

Entschluss zur Sterilisation, kam schon früh

Ich wollte noch nie Kinder in diese Welt setzen, hierzu sprach ich mich auch mit meiner damaligen Frau ab, bevor wir heirateten
1985
sporadische Anfragen bei Ärzten, die ablehnten, da ich noch zu jung sei.

1998
wieder ein Vorgespräch im Krankenhaus, da ich noch zu jung sei, müsste ich meine Frau mitbringen. Der Professor drehte ihre Antworten solange um, bis sie brav meinte, sie unterschreibt nicht.

Weitere abgelehnte Versuche bei diesem und anderen Ärzten.
1993,
meine Ehefrau hatte mich bis jetzt mit zwei Kindern beglückt. Da ich Verstand nicht voraussetzen konnte, musste ich jetzt beim ersten Urologen der nicht ablehnte, zugreifen.

Da ich klare Vorstellungen vom Ablauf der Op hatte, hab ich gleich am Telefon vor gefühlt ob meine Vorstellungen von diesem Arzt ausgeführt werden wollten. Er sagte zu, er wollte noch einmal
mit mir darüber sprechen, dann könnte ich die Papiere unterschreiben und den OP Termin festmachen.


Vorgespräch in der Praxis

Op Methode und Durchführung der Sterilisation nach meinem Wunsch wie folgt:
Da ich ehemaliger Soldat einer Elitetruppe der Bundeswehr war und immer noch als aktiver Reservierst an militärischen fordernden Übungen teilnahm, wollte ich meine beruflichen/
militärischen/sexuellen Aktivitäten nach der Op auf jeden Fall fortsetzen.


Erklärung hierzu:

Meine Anatomie war ideal. Durch viele Jahre Kampfsport und Fitnesstraining, muskulöse Figur, absolute Fitness. Genau richtig um wie gewohnt Gebirge zu besteigen mit Rucksack bis über 50 kg Inhalt. Klettern im Gebirge, militärisches Fallschirmspringen, schnelle Abseiltechniken im Gurtzeug oder mit improvisierter Schlinge.

Für das Gurtzeug hatte ich passend tief hängende Hoden, so wenn das Gurtzeug mal nicht passte ein kurzer Griff, Gehänge mal nach vorn, links und rechts gezogen, auch unter Belastung und weiter gings. ( hatte auch unter Belastung niemals Schmerzen )


Sexuelle Aktivitäten durch die Fitness absolut kraftvoll, lange und ausdauernd. Meine Ejakulation konnte ich platzieren wann und wie ich wollte. Keinerlei gesundheitlichen Probleme, keine Schmerzen, Geschlechtsteile einwandfrei. Das war genau das Leben das ich weiterhin führen wollte, allerdings ohne daran denken zu müssen, dass Frau mir weitere Kinder produziert. Die vorhandenen Kinder hatte ich zwangsläufig aktzeptiert und sehr lieb gewonnen.
Da ich auch nach der Op noch im Nahkampftraining mit den Füssen kopfhoch schlagen wollte, wählte ich Aufgrund meiner beruflichen medizinischen Kenntnisse und durch alles was über Sterilisation
greifbar war, folgende Art der Sterilisation.

Dieser Beitrag wurde von »SUEDBALKON« geändert, zuletzt: 5. August 2009, 20:11


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Mittwoch, 5. August 2009, 18:51

doppelpost

Dieser Beitrag wurde von »SUEDBALKON« geändert, zuletzt: 5. August 2009, 20:17


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Mittwoch, 5. August 2009, 19:33

Hauptspiel

Vorplanung der Sterilisation
Schonende Vorgehensweise
Schnitte am Hodensack im oberen Bereich
Samenleiterenden lange lassen, um verwachsen oder verhaken zu auszuschließen
nicht wie vorgesehen, umbiegen und vernähen, sondern Samenleiter durchtrennen und je Stumpf 2 x koagulieren = med verkochen / verschweißen
nur kurze Stücke der Samenleiter zur Untersuchung entfernen
Samenleiterenden wieder in die ursprüngliche Lage bringen, nicht in verschiedenen Schichten vernähen ( wie in Puplikationen beschrieben ) und Schicht für Schicht verschließen
und ich wollte von Anfang aus zusehen
Der Arzt sagte diesen Ablauf zu.

Sterilisation OP tatsächlicher Ablauf, 1994, Alter 32 Jahre

Ich fragte den Arzt vor der Op erneut, ob er die Sterilisation wie von mir gewünscht und besprochen, durchführen würde. Er bestätigte.


OP rechte Seite:
Ich setzte mich in der Praxis so halb auf einen Tisch, sollte das rechte Bein entspannt hängen lassen und sah genau so entspannt zu, wie er mir die Spritze mit dem Lokalanästhetikum in die vorgesehene Stelle am Hodensack rechts spritzte.
Ein sauberer Stich ohne Probleme, wie ich ihn im mil. Dienst selber oft gesetzt hatte.
Er wartete etwas und dann sah ich zu wie er den Schnitt setzte. Es brannte etwas,

ich sagte ihm:
es brennt ich spüre den Schnitt, war wohl noch zu früh zu schneiden, oder die Betäubung ist zu schwach. Er meinte: War wohl zu früh, setzt bald ein, dann spürn sie nichts mehr. Das Brennen lies dann nach. Ich sah zu wie er nach dem Samenleiter suchte. Zuerst ganz normal. Dann weniger entspannt pulte er mit dem Finger, Samenleiter flutschte zurück. Er griff mit der Pinzette zu, der Samenleiter flutschte erneut zurück. Nach mehreren Versuchen ( er schwitzte und stöhnte schon heftig ) packte er den Samenleiter zwickte mit der Pinzette zu und mit einem Stöhnen riss er mit einem gewaltigen Ruck den rechten Samenleiter nach unten raus.

Ichstieß vor Schmerz einen Schrei aus. Ich hatt mit vielem gerechnet, aber mit einem Mediziner, der bei einer Op den Samenleiter rausreißt? Mit soviel Dummheit konnte selbst ich, der schon einiges erlebt hatte nicht rechnen.

Ich spürte durch den Riss wahnsinnige Schmerzen vom Hoden bis in die Nieren. Unter diesem Zustand versuchte ich mit ihm zu reden, sagte dass reißen nicht vorgesehen
ist, nicht mit heutigem medizinischem Stand vereinbar ist.

Er: Ja,ja
Ich musste den Arzt mehrfach lauter ansprechen, da er gepresst keuchend an der Wunde rum fuhr werkte.

Als ich endlich zu ihm durchdrang, versuchte ich ihm klarzumachen, dass ich durch das Reißen wahnsinnige Schmerzen vom Hoden bis in die Nieren habe. Dass er mir wohl schwere Schäden an Organen,Hoden, Gefäße, Gewebe und Nerven zugefügt hätte. Dass der rechte Hoden stark an schwoll.
Dass er mir wahrscheinlich den Nebenhoden vom Hoden gerissen hat.

Er hatte sich wieder im Griff, sagte das wäre schon richtig so und schnitt den Samenleiter durch, vernähte die Stümpfe und schob sie in den schmerzenden blau geschwollenen Hodensack zurück.
Ich fragte ihn, warum er die Enden nicht koagulierte, er gab keine Antwort, arbeitete schnaufend weiter.
Vernähte den Hodensack. Ich hatte Schmerzen wie die Sau.


Er wollte jetzt an die linke Seite ran.
Ich: Nur wenn nicht gerissen wird, das richtet Schäden an, die nicht wieder gutzumachen sind.
Er sagte ja es wäre etwas schwierig gewesen, aber er mache das schon richtig.

Ich hätte eigentlich die Polizei und Notarzt rufen sollen, doch was hätten die gesehen, wem hätten die geglaubt ???

OP linke Seite:
genau das gleiche Spiel, der Riss war nur etwas geringer. Samenleiter wieder umgestülpt und vernäht statt koaguliert / verschweißt, wie besprochen.
Ich fragte warum er wieder gerissen habe, das wäre nicht vorgesehen und fügt tiefe Verletzungen zu?

Er: ja, das war schon richtig, Samenleiter wären halt nicht dort gewesen, wo sie hätten sein sollen.
Als Schmerzmittel kriegte ich eine Pille mit und wurde heim geschickt.
Ich konnte kaum laufen, vor Schmerz wäre ich fast umgekippt.
Ich wusste, dass durch das Reissen an den Samenleitern Schäden angerichtet wurden, die nicht wieder gut zumachen waren.

Er meinte zu der Op:
Von verschweißen der Samenleiter wäre nie geredet worden, er hätte noch nie so ein Gerät gebraucht. Er hätte ja nicht gerissen, nur gelöst.
Die nächsten Tage schwoll der Hodensack nicht ab und ich musste lange krank geschrieben werden. Hausarzt und Krankenhaus meinten, das heile wieder ab.
Auf den Hinweis Pfusch bei Op hat sich niemand angsprochen gefühlt.

Die Zeit nach der verpfuschten Sterilisation bis zur nächsten OP:
Ich hatte ständig ein Gefühl als hinge mir ein großer Beutel Eiter von dem Bauchnabel. Ich hatte Schmerzen vom Hoden bis in die Kauleiste rechts, konnte oft nicht unterscheiden welcher Hoden gerade am meisten schmerzte.
Schmerzen schon morgens beim Kaffee einschenken. Bücken, Schuhe binden fast unmöglich. Jede Bewegung war eine Qual. Selbst wenn ich mit geschwollenen Nebenhoden zum Arzt los fuhr, waren die
Schwellungen bis zum Vorzeigen verschwunden, höchstens erbsengroß, nix zum Vorzeigen, kein Grund mich zu operieren. Ich war der Simulant.


Reißen bei Sterilisation, ja, nee, das meinte ich nur, weil da wäre ich wohl etwas empfindlich, ha,ha.

Mehrere Arztbesuche bei mehreren Ärzten, verschiedenen Krankenhäusern. Ja, ja, haha, nee, sie haben ja nix.

Sport:
nicht möglich
Sex:
bei Schmerzen im Bereich Hoden ist Sex kaum möglich,Handbuch für Notärzte empfiehlt bei einfachem Hodenschmerz 2 Wochen Bettruhe
Arbeit:
musste ich, war ja nur Simulant, oft zusammengekrümmt vor Schmerz
in einer Ecke

2001, nach ca. 7 Jahren Schmerzen, 1. Nach-OP
Ich, wieder mal schön geschwollene Nebenhoden, ab ins Krankenhaus. Musste lange warten, trotz Voranmeldung, obwohl alle mein Problem kannten. Dann ich zum Arzt, Hose runter, Schwellungen ?
Sie ham ja nix, ich seh nix, sie können wieder gehen.
Beim Bücken fuhr mir ein Schmerz in die Leiste und der rechte Nebenhoden schwoll etwas an. Ich sofort nochmal zum Urologen und gezeigt.

Er: ja hm, da iss was, deutlich zu spüren, Nebenhodenkopf, das könnte man entfernen.


Ich schlug wie immer folgende Korrektur vor:
Bei Sterilisation 1994 raus gerissen, seither 24 Std. tägl. nicht auszuhaltende Schmerzen, bitte beide Nebenhoden entfernen, die werden geschwollen 6 x 2 cm, Bilder vorhanden,
und davon hier Bilder zum Vorzeigen,

-nicht nur den Nebenhodenkopf rechts entfernen.
-auch Samenleiterenden ( Knubbelschmerzen ) kürzen und koagulieren.
-Nachschau ob Verwachsung rechts im Samenstrang
-Die Schwellungen an den Nebenhoden sind bei Arztbesuchen verschwunden, das haben sie ja jetzt gesehen.
-Meine Angaben treffen allesamt zu, bitte die Op beidseitig wie von mir seit langem vorgeschlagen durchführen.

Arzt:

wir entfernen nur den Nebenhoden rechts, sollte noch was zu beheben sein, dann tun wir das.


Nebenhodenkopf rechts wurde entfernt, jetzt konnte ich durch weniger Schmerz, Gefühl Eiterbeutel vorm Bauch war verschwunden, genau sagen welcher Teil wann schmerzte.

Ging wieder öfter
mit geschwollenen Hoden / Nebenhoden zum Krankenhaus, niedergelassene Ärzte, Vorzeigeeffekt: Schwellungen waren weg. Ich war wie immer der Simulant.
Ach ja, mit Sport und Sex war natürlich noch nicht viel los. Sport: 5 min joggen, Sex: 3 min Nummer, dann Schmerz wie Sau bis ins rechte untere Augenlid und einstellen.

Arbeit durch die vielen Fehlzeiten, trotz Überstunden usw, war eh am Ende

Uni Klinik Urologie
war mit Ehefrau als Zeugin dort, sie sollte eine Aussage zu meinem Zustand machen,
Sie ging zum pinkeln, ich sagte ihr, sie solle wenn ich schon beim Arzt war, auf jeden Fall in das Untersuchungszimmer kommen um Ihre Aussage zu machen, die Sprechstundenhilfe instruierte ich auch
dementsprechend.

Ex-Frau kam nicht nach, war nicht mehr aufzufinden, Sprechstundenhilfe meldete sich auch nicht, dass Ex-Frau da wäre. Später als ich fertig war, saß sie im Wartezimmer

Scheidung irgendwann 2004. Umzug weit weg. Arbeiten wie gehabt

Da ich ehemaliger Beamter war und fast mein ganzes Leben lang mit großer Verantwortung mit Waffen gearbeitet hatte, konnte die Scheidungsrichterin es nicht lassen, mich zu fragen, ob ich meine Kinder sexuell missbraucht hätte.


2006, ca. 12 Jahre nach Sterilisation, 2. Nach-OP
beim Arbeiten kann mir ein Sanitäter schriftlich bestätigen, dass ich deutlich harte tastbare geschwollene Hoden / Nebenhoden BEIDSEITIG habe, ca. 6 x 2 cm.
Deutlich fühlbar geschwollene Samenleiterstümpfe zu tasten sind. Starke Schmerzen.

Ab sofort fuhr ich immer am nächsten Krankenhaus vorbei. Bei deutlich geschwollenen Nebenhoden, ab in die Notaufnahme. Mehrfach nur links oder rechts Schwellungen erkannt.
Letztendlich erkannt, schriftlich festgehalten mit Zusatz: Schwellungen sind schnell abgebaut, mehrfach erkannt.

Gespräch mit Operateur. Da rechts schon mal nach operiert wurde, entfernen wir den Nebenhoden links.

NH links wurde entfernt. 8 Wochen Wundheilungsstörung. Nach ausheilen und erholen, konnte ich wieder leicht joggen.

Schmerzen wesentlich weniger.

2007, ca. 13 Jahre nach Sterilisation, 3. Nach-OP
Nebenhoden rechts entfernt, Samenleiterstück nekroses Gewebe entfernt, Hodenhochstand rechts ( Verwachsung Samenleiter im Samenstrang ), konnte nicht erkannt und somit nicht korrigiert werden.
Jedoch: Deutlich weniger starke Schmerzen. Vor allem nicht mehr so stark in die Kauleiste
Allerdings wieder 8 Wochen Wundheilungsstörungen, mit Eiteraustritt aus der Naht des Hodensack, erneutes öffnen und spülen

Dieser Beitrag wurde von »SUEDBALKON« geändert, zuletzt: 12. August 2009, 12:32


6

Mittwoch, 5. August 2009, 19:40

und am Ende

2009, ca. 15 Jahre nach Sterilisation
Hoden rechts:
Hochstand, zieht noch immer stark nach unten, starker Schmerz, NH Restgewebe schwillt an

Hoden links:
etwas Restgewebe schwillt noch an, schmerzt
beidseitig, Vernarbungen der Hoden werden hart, schwellen an,

Bei der ursprünglichen Sterilisation gesamter unterer Bauchraum durch starkes Reissen der Samenleiter chronisch geschädigt:

Hoden, Nebenhoden, Prostata, Samenbläschen, Blase, Nieren, Darm, Beckenbodenmuskulatur, alle Ansätze des Samenleiters an Samenbläschen und Prostata
Hodensack und Penis zeitweise komisch gefühllos
Anus zeitweise furchtbare Schmerzen
Ich wollte mir die ganze Zeit nicht eingestehen, dass ich wirklich fertig bin allerdings erkannte ein Arzt vor Jahren schon vegetative Überlastung

Anfang des Jahres Unfall, übermüdet, ausgebrannt, da durch tägliche Schmerzen Erholung nicht möglich

Tagesablauf heute
Beim Aufstehen schon Schmerzen, durch bewegen den Körper an die Schmerzen gewöhnen,
im Unterbauch diffuses Gefühl, nicht erkennbar ob Stuhlgang möglich oder nicht
möglich
Frühstücken gehen, durch die Bewegung Zwang zum Stuhlgang, Frühstücken,
danach Stuhlgang, länger oder öfter, oder dauernd


Wasser lassen:
am Waschbecken stehend, vom linken auf rechten Bein pendelnd bis Blasenmuskel öffnet,
beim Bücken, Socken anziehen, Zähne putzen, Zwang zum Wasser lassen, s.o.

Wenn weiterhin noch starke Schmerzen, Entleeren der Samenbläschen durch Ejakulation
Druck in den Hoden lässt dabei meist auch nach, dann lässt der Schmerz irgendwann nach, oder auch nicht, meist nicht,
dann mehrere Toilettengänge, nach Muster siehe oben

dann einigermaßen erträgliche Zeit bis zum nächsten Essen, während und nach dem Essen, wie gesagt alles wieder von vorn ...
Stuhl wurde untersucht, nix zu finden

Wenn
ich einen Termin Arzt usw. wahrnehmen muss, kann ich am Vortag nur Käsebrot essen, das stopft wenigstens etwas.


Um in Zukunft einigermaßen autark unterwegs sein zu können, muss ich mir einen kleinen LKW / Bus mit Toilette und Waschgelegenheit
zulegen. Von was, wie bezahlen ?


Kfz fahren?
Jede kleinere Bodenwelle und schnelles Lenken schlägt brutal bis in die Hoden oder Leiste durch
Anschnallgurt presst Beine mit Hoden zusammen, hierdurch starker Schmerz,
Rückwärts fahren, Körperdrehung nach rechts um hinten raus zu sehen, schießt der Schmerz ein und hält lange an


Hilfe? gibt’s wohl keine mehr


Grund:
Ich hab nix vorzuzeigen
Beide Nh entfernt, da kann nix mehr stark anschwellen
Narben und Restgewebe an beiden Hoden schwellen an und ab wie immer

Schmerzen beschränken sich überwiegend auf Unterbauch

Hodenhochstand rechts mit möglicher Verwachsung im Samenleiter oder Verkrampfung des Samenstrangmuskels kann nicht bestätigt werden

Hodenschmerz von drücken bis dauerhaft starker Schmerz in wechselder Stärke

obwohl aktuell in gleicher Praxis:

1. Arzt, dafür diesen Muskel zu lähmen
2. Arzt, dagegen, weil z.Z. mal wieder nix zu sehen,
sie bilden sich das ein, das ist nur psychosomatisch


Resüme:
Leute, lasst euch sterilisieren und ihr habt ein Leben lang Spass dran

7

Donnerstag, 17. September 2009, 02:52

Vasektomie - ist Problemlosigkeit vom Körperfeinbau denn überhaupt zu erwarten?

Es bedarf eigentlich nicht eines Medizinstudiums um zu begreifen, dass ein chirurgischer Eingriff am Samenleiter - und der wird ja durchtrennt - nicht so eine Kleinigkeit ist. Jeder Mann merkt, wenn er den Samenleiter im Hoden tastet, dass der zwar nicht so empfindlich ist wie der Hoden, aber auch ein nur gering stärkerer Druck ist unangenehm und würde auf Dauer sicher zu Schmerzen ausarten und zwar zu den typischen dumpfen schlecht lokalisierten Schmerzen.
Das ist kein Wunder. Sowohl die Hoden als auch die Gebilde im Hodensack und die diversen Leitungen (Samenleiter, Blutgefässe Lymphgefässe) sind von einem Netz von vegetativen Nervenfasern begleitet. Das sind jene Sorte Nervenfasern, die erst nach und nach Schmerz leiten und wahrnehmen lassen und bei Erregung auch alle möglichen Übelkeitsgefühle hervorrufen und dann dauerhaft eben die dumpfen Schmerzen, wie sie uns allen bekannt sind von Entzündungen etc.

Bei der Vasektomie werden diese Nerven, die um den Samenleiter als Netz gelegt sind, durchtrennt. Gut, damit muss man rechnen und das kann gut abheilen. Muss aber nicht: Gut abheilen können die Nervenstümpfe nur, wenn sie seeeehr sorgfältig behandelt und nur im Schnittbereich beleidigt werden,also in einem Bereich von tausendstel (!) Millimetern. Das ist bei einem scharfen Schnitt möglich. Dieses materialschonende Verfahren nennt sich atraumatisches chirurgisches Vorgehen. UND DA LIEGT DER HASE IM PFEFFER ! Der geschilderte haarsträubende Eingriff ist nicht atraumatisch sondern im unvertretbaren Ausmass traumatisch.
Allein schon die übliche Verkauterung macht aus der zu fordernden minimalen lokalen Schädigung eine massive Gewebszerstörung.
Das sind enorm viele tote und halbtote Zellen und Gewebsanteile. Sie müssen vom Körper abgebaut, verflüssigt von Fresszellen entfernt werden. Dieser Vorgang ist die Entzündung. Sie läuft bei jeder Verletzung ab und ist umso länger und schmerzhafter, je mehr Material abgebaut werden muss.
Ausserdem muss der durch den Abbau entstehende "Leerraum" wieder mit Gewebe gefüllt werden.Das geschieht nicht durch das originale Gewebe sondern durch ein minderwertiges Ersatzgewebe, nämlich das Narbengewebe. Hier liegen die Fasern nicht so, wie sie der Bedarf benötigen würde sondern kunterbunt. Dazwischen Blutgefässe und die nun auch neu "ausschlagenden" Nervenenden,die ihr Gegenüber suchen.
Das Unangenehme an den Narben ist, dass ihre zunächst elastischen Fasern mit der Zeit härter werden und schrumpfen. Dabei erwürgen die Fasernetze die sie durchziehenden kleinen Blutgefässe, aber auch die wirren Nervensprosse - und das tut weh!!! Klumpen aus Narbenmaterial mit eingewirkten Nervenstämmchen nennt man Narbenneurome - Sie sind eine sehr gut bekannte Komplikation von gewebszerstörenden Verletzungen und kaum zu behandeln.
Das Umbiegen der Samenleiterstümpfe und Rücknähen ist ebenfalls ein Eingriff, bei dem viel Gewebe geschädigt wird, oder glaubt irgend jemand, das das feste Einschnüren von Gewebe etwas anderes ist, als das feste Abschnüren eines Fingers z.B. Die Bauchchirurgen habe ihr Lektion inzwischen gelernt. Heute macht man diese rückgestülpten Nähte tunlichst nicht mehr sondern adaptiert die Darmenden, die zusammenwachsen sollen, mit ganz zarten Orientierungsfäden - den Rest besorgt der Körper.
Und das beschriebene Herumfuhrwerken mit den Fingern um den Samenleiter zu finden ist natürlich ein extrem traumatisches Vorgehen, noch dazu in einem so stark von Nervenfasern versorgten Gebiet: das musste Folgen haben!

Vom Physiologischen her ist ein Operationsvorgehen zu fordern, bei dem extrem gewebsschonend direkt zum Samenleiter vorgedrungen wird, der Samenleiter ganz sanft auf einen kleinen Abschnitt dargestellt, dieser Abschnitt in der Mitte gefasst und beidseits scharf durchtrennt wird, sodass das gequetschte gefasste Stück jenes ist, das ohnehin entfernt wird. Die freien Enden sollte mit feinen Häkchen gehalten und mit Fibrinkleber oder ähnlichem verschlossen werden. (Es gibt heute auch schon Substanzen, die das lokale Zuwachsen anregen.) Sobald die freien Enden losgelassen werden ziehen sie sich entsprechend ihrer Elastizität in entgegengesetzte Richtungen zurück. Ein sorgfältiger atraumatischer Wundverschluss und eine Polsterung gegen Stossverletzungen sollten garantieren, das keine postoperativen Irritationen auftreten.
Mir ist nicht bekannt, ob es Verfahren gibt, die auf Abbindungen der Samenleiterstümpfe verzichten. Das hat auch mit der Haftung zu tun.
Aber das medizinische Problem liegt darin, dass Samen vom Hoden hochgempumpt werden und dann zu einem Samensee im Gewebe führen könnte, wenn der Samenleiter nicht dicht verschlossen ist. Das muss verhindert werden, ist aber nur ein Problem der ersten 14 Tage. Anschliessend müsste der Wundverschluss so fest sein, dass der den Pumpdruck des Samenleiters aushält. Es geht also darum in diesen Tagen einen Samenausstoss zu verhindern. (Eventuell könnte das Epithel in den Stumpfenden ein wenig abgeschabt werden, was die Verwachsung beschleunigen würde.)

Also: wenn der Chirurg/Androloge gut ist und nicht nur von seiner Technik sondern auch von Physiologie viel versteht, dann kann eine Vasektomie wirklich problemlos sein, sonst siehe empörende Leidensgeschichte.
Übrigens, die Tubenunterbindung der Frau ist vermutlich mit den gleichen Problemen behaftet. Alle Teile der Geschlechtsorgane sind massiv von vegetativen Nerven begleitet. Wenn man die in einen Zustand dauernder Reizung bringt, führt das zu einem Martyrium, oft nur dumpf bemerkt.

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Freitag, 18. September 2009, 21:52

@Südbalkon:

Sind Sie eigentlich noch berufstätig? Falls ja, gäbe es aus Ihrer Sicht eine Möglichkeit, wie Sie sich mal eine längere Auszeit holen könnten? Evtl.:
- Längere Krankschreibung?
- Kur?
- Aufenthalt in einer Schmerzklinik?

Vielleicht versuchen Sie auch einen Antrag auf Feststellung einer Behinderung. Auf diesem Weg könnten evtl. Ihre Probleme mal anerkannt werden, also weg von "psychosomatisch". Hilfe bei der Antragstellung könnten Sie z.B. beim Sozialverband VdK erhalten.

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Samstag, 19. September 2009, 02:44

@nagamtuchi
vielen Dank für die fachliche und tiefgreifende für mich / uns hochwertige Erklärung.
Weitere solche Kommentare von Personen fachlicher Kompetenz wäre wünschenswert und wird hier dankbar angenommen

@Uwe
seit meinem Unfall 01.2009 bin ich arbeitslos.
Da ich erkannt habe dass ich wirklich fertig bin habe ich die Behörde in Kenntnis gesetzt und eine ärztliche Begutachtung angestrebt.
Nach eigener Beurteilung bin ich bei täglich 24 Std Schmerzen mit zeitweise starken Schmerzen und Stichen zZ von Hoden bis in die Hüfte usw, ca 30 min tägl. ohne größere Schmerzen,
somit nicht arbeitsfähig. Da seit 1994 starke Schmerzen ohne Pause, auch keine Erholung möglich, somit wäre ich eine Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer.
Das ist für meine Einstellung zu Sicherheit nicht hinnehmbar.

Beurteilung des Amtsarztes:
vollschichtig dienstfähig, jedoch nicht Aussendienst und nicht Innendienst,

Da habe ich ein psychologisches Gutachten angefordert, da für mich belegen sollte, dass ich den Vorgang meiner Sterilisation und die folgenden Vorgänge richtig wiedergebe.
Denn nur wenn ich belegen kann dass meine Erklärungen richtig sind ( reissen bei Op ) kann eine letzte Korrektur-Op nach meinen Angaben durchgeführt werden.

Auch wird mir niemand glauben dass ich als Ex Soldat mit Schmerzen anders umgehe

Psychologisches Gutachten:
liegt mir vor, später mehr

längere Krankschreibung:
macht auch hier kein Arzt mehr

Kur:
nur nach Krankschreibung

Schmerzklinik:
Habe keine Befürwortung, kriege womöglich auch keine

Feststellung einer Behinderung? wird versucht

Ich bräuchte dringend eine Rechtsberatung, Öffentlichkeit ? TV, Schriftmedien
wird kommen

Die Bearbeiter meines Falles wurden von mir ausdrücklich auf dieses Forum hingewiesen

Dieser Beitrag wurde von »SUEDBALKON« geändert, zuletzt: 20. September 2009, 22:35


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Samstag, 19. September 2009, 08:11

Auch Rechtsberatung können Sie beim VdK erhalten. Der VdK vertritt seine Mitglieder in allen Bereichen des Sozialrechts gegenüber den Leistungsträgern (zum Beispiel den Krankenkassen und den Rentenversicherungsträgern), gegenüber Behörden und vor den Sozial- und Verwaltungsgerichten. Nachteil dabei: Sie müssen Mitglied werden. Die Kosten dafür halten sich allerdings mit € 60,- pro Jahr in Grenzen.